Kompetenz

Glück im Unglück

Nach einer filmreifen Notlandung steht das Fallschirmspringer-Flugzeug des Paraclubs Beromünster im Hangar zur Reparatur. An Ort und Stelle sind auch die Luftfahrt-Schadenexperten der AXA, die für rasche Hilfe sorgen.

Normalerweise hebt das Kleinflugzeug des Paraclubs Beromünster bis zu 20mal pro Tag ab, um Fallschirmspringer in die Luft zu bringen. Doch Mitte August 2018 war es damit vorerst einmal vorbei. Während eines Starts löste sich plötzlich das rechte Fahrwerk, als das Kleinflugzeug mit elf Fallschirmspringern an Bord gerade abheben wollte.

Der Pilot konnte die Maschine in die Luft retten – und die Fallschirmspringer aus sicherer Höhe abspringen lassen. Er selber flog alleine mit dem beschädigten Propellerflugzeug weiter, und führte auf dem Flugplatz Dübendorf eine filmreife Notlandung durch. «Einen Flieger mit nur einem Hauptfahrwerk auf den Boden zu bringen, ist eine absolute Ausnahmesituation. Unser Pilot hat super reagiert, zum Glück blieb auch er unverletzt», sagt Serge, der Betriebsleiter beim Paraclub Beromünster.

Sofortige Hilfe – nicht nur finanziell

Ursache für den prekären Zwischenfall war ein gebrochener Bolzen im Fahrwerk, so dass sich beim Start ein Teil von der Maschine löste. Beim Wegfallen beschädigte das abgelöste Rad zudem den rechten Flügel des Kleinflugzeugs. Wieso der Bolzen brechen konnte, ist bis heute ungewiss und wird noch untersucht.

Für die Reparatur wurde das Flugzeug umgehend nach der Notlandung auf dem Flugplatz Dübendorf in einem Hangar stationiert. «Eine sehr aufwändige und kostspielige Angelegenheit», sagt Serge. «Die Ersatzteile mussten beim Flugzeughersteller in Neuseeland bestellt werden».

Um die Reparaturvergabe und administrativen Aufwände muss er sich zum Glück nicht kümmern. Das übernehmen Christian Metzger und Bruno Wirz, Luftfahrt-Schadenexperten der AXA, die ihm zur Seite stehen und die gesamte Schadenbehebung von Anfang bis zum Schluss begleiten. Bereits kurz nach dem Zwischenfall haben sie das beschädigte Kleinflugzeug ein erstes Mal in Augenschein genommen. «Ersatzteile für Flugzeuge sind teuer. Wir haben daher umgehend eine Akontozahlung geleistet, damit die Reparaturfirma die Bauteile sofort bestellen und die Wiederinstandsetzung des Flugzeugs möglichst schnell vorantreiben konnte», sagt Bruno Wirz.

Bruno Wirz und Christian Metzger, Luftfahrt-Experten der AXA, begutachten die Reparaturarbeiten vor Ort.
(Bild: AXA/Ennio Leanza)

 

Die Flugzeugmechaniker (links) der Reparaturfirma zeigen Paraclub-Betriebsleiter Serge (Mitte) und Bruno Wirz (rechts) alle Einzelheiten.
(Bild: AXA/Ennio Leanza)

Ursache des prekären Zwischenfalls: ein gebrochener Bolzen im Fahrwerk.
(Bild: AXA/Ennio Leanza)

Bei der Besichtigung des Flugzeugs schauen die Experten, ob während der Reparatur noch weitere Schäden zu Tage gekommen sind.
(Bild: AXA/Ennio Leanza)

Neben den offensichtlichen Schäden müssen auch andere Teile des Flugzeugs genau kontrolliert werden. Die Sicherheit hat stets oberste Priorität.
(Bild: AXA/Ennio Leanza)

Für den Paraclub Beromünster war der Ausfall des Flugzeugs ein schwerer Schlag. Der Verein hat kein Ersatzflugzeug, und musste während der Reparatur ein anderes chartern, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. «Wir waren sehr froh, dass unser Flugzeug dank der Unterstützung der AXA und professionellen Reparatur schon wenige Wochen nach dem Zwischenfall wieder fliegen konnte», sagt Serge.

Sicherheit hat oberste Priorität

Da das Flugzeug bei der Landung mit nur einem Fahrwerk auf eine Seite kippte, war ein Schlag auf den rechten Flügel nicht zu vermeiden. «Bei einem solchen Aufschlag kann die gesamte Struktur eines Fliegers aus den Fugen geraten. Man muss also nicht nur die offensichtlichen Schäden am Flügel genau anschauen, sondern das gesamte Flugzeug und insbesondere alle Verbindungsstellen in der Baustruktur», sagt Bruno Wirz.

Um zu sehen, ob während der Reparaturarbeiten weitere Schäden zutage kamen, sind die Luftfahrtexperten ein weiteres Mal vor Ort. «Zahlreiche Teile werden erneuert, auch wenn sie keinen Schaden aufweisen. Das Flugzeug muss in einem tadellosen Zustand sein, bevor es wieder abheben darf. Die Sicherheit hat oberste Priorität» sagt Wirz. Als ehemaliger Flugzeugmechaniker und Flugzeugkontrolleur beim BAZL kennt er sich aus. Später bei der Versicherung liess er sich zum Schadeninspektor ausbilden und erwarb einen Versicherungsfachausweis für Haftpflichtfragen. Dies ermöglicht es ihm, neben rein technischen Gutachten auch komplexe Versicherungsfragen zu klären.

Als Experte für Luftfahrt-Schäden war er 25 Jahre für die Winterthur und heutige AXA tätig. Wo andere zusätzliche Experten um Rat fragen müssen, bietet er dies aus einer Hand. Im Luftfahrt-Bereich ist dies einzigartig. Jetzt, nach seiner Pensionierung, führt er diese Passion fort und gibt sein Wissen an den jüngeren Christian Metzger weiter. Auch er ist gelernter Flugzeugmechaniker, hat längere Zeit für Swissair und SR Technics gearbeitet, und ist einer der wenigen in der Schweiz, die sich in diesem hochkomplexen Umfeld betätigen.

Zusammen mit Bruno Wirz besucht er fast jede Woche einen Kunden. «Die Fälle sind sehr verschieden – mal geht es um ein defektes Flugzeug, ein anderes Mal um beschädigte Frachtgüter oder Schäden, die ein Luftfahrtgerät gegenüber Drittpersonen verursachte. Unabhängig davon was passiert ist, steht für uns an erster Stelle, den Kunden eine schnelle Hilfe anzubieten», sagt Christian Metzger.

AXA Luftfahrtversicherungen

In der Schweiz sind rund 3300 Luftfahrzeuge registriert, darunter Kleinflugzeuge, Segelflieger, Heissluftballone, Helikopter und Jets, sowie rund 200 Luftfahrtbetriebe. Die AXA, mit einem Marktanteil von 50 % Marktführerin, bietet für Luftfahrzeuge aller Art Haftpflicht-, Kasko- und Unfallversicherungen an sowie für alle Luftfahrtbetriebe massgeschneiderte Lösungen für Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherungen mit eigenen Bedingungen. Im Schadenfall behandeln ihre Experten sämtliche Fragen – von der fachlichen Schadenbegutachtung bis hin zu komplexen Haftpflichtfragen – direkt aus einer Hand.

www.axa.ch/fliegen

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