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Adiós Handy

Ab in die Sommerferien, heisst es in diesen Tagen für viele. Aber Vorsicht: Wer nicht aufpasst, wird dort Opfer von gewieften Taschendieben.

In Kürze werden sich nicht wenige Schweizerinnen und Schweizer in südlichen Gefilden sonnen. Doch wenn an der Sangria-Bar oder dem Gelati-Stand plötzlich das Portemonnaie oder das Smartphone fehlt, kann das die Ferienlaune doch arg dämpfen.

Was tun bei Taschendiebstahl im Ausland?

  • Gestohlene Kreditkarten sofort sperren lassen
  • Diebstahl bei der lokalen Polizei anzeigen
  • Diebstahl online oder telefonisch der Versicherung melden

Der Sommer ist für Taschendiebe die Top-Jahreszeit – insbesondere in den Sommerferiendestinationen Spanien und Italien. «In Spanien und Italien verzeichnen wir im Juli etwa sechsmal so viele Diebstahl-Meldungen wie im Januar, auch im Vergleich zum Juni sind es noch fast doppelt so viele», erklärt Stefan Müller, Leiter Schaden Sachversicherungen bei der AXA Winterthur.

Zunahme der Diebstähle in Spanien

Spanien und Italien sind seit Jahren die Länder, aus denen der AXA Winterthur die meisten Taschendiebstähle gemeldet werden. Während die Taschendiebe in Italien 2015 noch die Finger vorn hatten, mussten sie sich letztes Jahr den spanischen Kolleginnen und Kollegen geschlagen geben, die schon 2013 und 2014 den ersten Rang belegt hatten. Im Schnitt der letzten vier Jahre kommen beide Länder auf einen Anteil von rund 16 Prozent aller ausländischen Taschendiebstähle. Auf dem dritten Platz der häufigsten Taschendiebstahl-Destinationen behauptet sich seit Jahren Frankreich (12%), gefolgt von Deutschland (10%) und den USA (5%).

Quelle: AXA Winterthur

Während die Frequenz von Taschendiebstählen in der Schweiz in den letzten Jahren abnehmend ist, nimmt sie im Ausland leicht zu. «Vor allem in Spanien wurden in der letzten Saison über 20 Prozent mehr Diebstähle gemeldet als in den Jahren zuvor», sagt Stefan Müller. Die Diebstahlhäufigkeit hänge unter anderem von der Beliebtheit der einzelnen Länder als Reiseziele ab. «Die deutliche Abnahme von Taschendiebstahl-Meldungen aus der Türkei in den letzten Jahren zeigt wohl, dass das Land aufgrund der politisch instabilen Lage als Feriendestination an Attraktivität verloren hat», erklärt Stefan Müller.

Trotz allem: Vier Fünftel aller Taschendiebstähle passieren auf Schweizer Boden. Es gilt also auch hierzulande: Taschen zu, Augen auf!

 

So schützen Sie sich vor Taschendiebstahl

  • Nehmen Sie immer nur das Nötigste mit
  • Verstauen Sie Wertsachen nicht in Aussentaschen. Am sichersten sind sie nahe am Körper, zum Beispiel in einem Bauchgurt
  • Tragen Sie Taschen und Rucksäcke vorne, gerade im Gedränge
  • Vorsicht bei Ablenkung!

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