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Taschendiebe lieben es heiss

Taschendiebe lieben das Wetter genau so, wie es aktuell ist: heiss und schön. Denn je schöner das Wetter, desto mehr wird geklaut, das zeigt die AXA-Statistik.

Schweizerinnen und Schweizer stöhnen über die erste Hitzewelle des Jahres. Was gibt es da schöneres als nach der Arbeit in der Badi abkühlen? Weg die Klamotten und abtauchen im kühlen Nass. Doch Vorsicht: Langfinger nutzen solche Gelegenheiten eiskalt aus. In den warmen Sommermonaten werden bis zu 50 % mehr Diebstähle begangen als in den übrigen Monaten, das zeigt eine Auswertung der AXA Winterthur.

Je schöner das Wetter, desto mehr wird geklaut

Im Sommer schlagen Taschendiebe allgemein häufiger zu. Doch je schöner das Wetter, desto mehr wird geklaut. Im trüben und nassen Sommer 2014 wurden der AXA Winterthur rund 30 Prozent mehr Taschendiebstähle gemeldet als im Schnitt der übrigen Monate. In den wärmeren Sommern 2015 und 2016 waren es rund 45 Prozent mehr. «Menschen verbringen bei Sonnenschein und warmen Temperaturen deutlich mehr Zeit im Freien als wenn es düster und kalt ist», erklärt Stefan Müller, Leiter Schaden Sachversicherungen bei der AXA Winterthur.

Quelle und Infografik: AXA Winterthur

Gerade Sommer-Highlights wie Festivals, Openairs oder Badis locken viele Leute nach draussen – und bieten Dieben die ideale Gelegenheit, um zuzulangen. «Taschendiebe lieben Menschenmengen, weil sie dort eine grosse Auswahl an möglichen Opfern haben und vielfach unbemerkt ihr Unwesen treiben können», erklärt Stefan Müller.

Grossanlässe wie die Streetparade laden zum Klauen ein

Besonders viel gestohlen wird denn auch an Grossanlässen. Spitzenreiter ist dabei die Street Parade in Zürich – letztes Jahr gingen bei der AXA Winterthur an diesem Tag fast 200 Diebstahl-Meldungen ein, das sind etwa dreimal so viele wie an einem durchschnittlichen Samstag.

Aber auch Tage anderer grosser Anlässe wie das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf oder das Züri Fest scheren in der Diebstahl-Statistik klar oben aus. Besonders viel gestohlen wird am Samstag – jeder fünfte Taschendiebstahl passiert an diesem Wochentag. Der durchschnittliche Schadenbetrag bewegt sich um die 1000 Franken.

Wertsachen gehören nicht in die Aussentaschen

Stefan Müller empfiehlt, gerade im Gedränge besonders gut auf die Wertsachen achtzugeben und von Anfang an nur das Nötigste mitzunehmen. «Verstauen Sie Wertsachen wenn möglich nie in den gut zugänglichen Aussentaschen von Kleidung oder Taschen. Das erschwert den Langfingern die Arbeit.» Rucksäcke und Taschen sollten in Menschenmengen vorne getragen und nicht unbeaufsichtigt abgestellt werden. Beim Schwimmen kann Wertvolles in ein Kästchen eingeschlossen werden – «oder Sie verwenden einen wasserdichten Beutel, um das Wichtigste ins Wasser mitzunehmen», so Stefan Müller.

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