Menschen

Ein Lovemobile als Dankeschön

Cosimo Mele investiert nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld in sein Street-Parade-Lovemobile. Der DJ möchte sich damit bei den Partygängern für ihre Treue bedanken.

Der 21-Meter-Koloss bewegt sich gemächlich vorwärts. Lautsprecher türmen sich auf allen Seiten und pumpen tiefe Basstöne ins Freie. Ein Farbenmeer von Menschen umrankt das Lovemobile «Mimmo and friends» und tanzt zu den elektronischen Klängen mit.

Geht es nach AXA Kunde Cosimo «Mimmo» Mele, können sich solche Szenen aus dem Vorjahr an der diesjährigen Street Parade wiederholen, denn er wird mit seinem Lovemobile wieder dabei sein. Die Street Parade in Zürich ist längst zu einem Fest für Jung und Alt geworden und zieht jährlich bis zu einer Million Menschen auch von weit über die Landesgrenzen hinaus an. Herzstück ist der Umzug der Lovemobiles – rund 30 Lastwagen, die zu mobilen Tanzflächen umfunktioniert werden.

Für die Musik und die Nachtschwärmer

«Ich mache es wegen der Musik und vor allem auch, weil ich mich auf diese Art bei all den Partygängern bedanken möchte, die mich das Jahr über unterstützen», sagt Mimmo. Zum dritten Mal wird der 43-jährige Italiener am kommenden Samstag zusammen mit weiteren DJs die Parade ums Zürcher Seebecken mit eigenem Lovemobile musikalisch und optisch mitgestalten. In den Jahren davor war er jeweils als DJ auf anderen Wagen gebucht. «Für mich ist die Street Parade der Anlass schlechthin im Jahr. Vor drei Jahren war ich an einem Punkt angelangt, wo ich nicht mehr bloss dabei sein, sondern mitbestimmen wollte», sagt Mimmo. Deshalb entschied er sich, ein eigenes Lovemobile an den Start zu schicken.

«Ich habe den Anspruch an mich selbst, jedes Jahr besser zu werden.»
Cosimo Mele

Lovemobile

Das Lovemobile «Mimmo and friends» 2017 ist etwa 29 Meter lang, verfügt über 60 Lautsprecher mit einer Gesamtleistung von 110’000 Watt und bietet über 220 Tanzbegeisterten Platz. Es startet als Nummer 17 an der Street Parade vom 12. August 2017. Neben Cosimo «Mimmo» Mele sind die DJs Dario D’Attis, Steven Stone und Murciano für Deep House und Tech House besorgt. Die Tickets für das Lovemobile sind ausverkauft. Mimmo hat die mobile Tanzfläche bei der AXA Winterthur versichert.

Aufwändige Organisation

Die ersten beiden Jahre mit eigenem Lovemobile seien rein aus finanzieller Sicht ein Misserfolg gewesen, «allerdings zeigt die Kurve nach oben, dieses Jahr rechne ich das erste Mal damit, meine Investitionen knapp wieder reinzuholen», sagt Mimmo. Und diese sind immens: «Allein die Miete der Musikanlage kostet mich fast 15’000 Franken. Aber das hört man dafür dann auch», lacht er. Die Einnahmen generiert er aus den Ticketverkäufen für das Lovemobile. Neben finanziellem Aufwand sei es aber vor allem auch ein organisatorischer. «Ich habe im Februar angefangen und übernehme sämtliche Vorbereitungsaufgaben selbst», sagt der zweifache Vater, der die Organisation neben seinem 100%-Pensum als Autohändler stemmt. Dazu gehören die Organisation des Lastwagens inklusive Anhänger mit Überbau, Musikanlage, Werbung, Ticketverkauf, TOI-TOI-WC, das Buchen der DJs oder das Anwerben der Helferinnen und Helfer. «Selbst ein Toningenieur ist an Bord», so Mimmo. Sein Wagen sei dieses Jahr noch etwas länger, die Musikanlage besser, die Spezialeffekte aufwändiger und der Anhänger völlig neu designt worden (siehe Box). «Ich habe den Anspruch an mich selbst, jedes Jahr besser zu werden», sagt Mimmo.

«Sechs Leute sind 14 Stunden mit dem Anhängerüberbau beschäftigt.»
Cosimo Mele

Bald gilt es ernst

Der Anhängerüberbau und damit die eigentliche Gestaltung des Lovemobiles wird erst am Tag vor der Parade aufgebaut. «Sechs Leute sind ganze 14 Stunden damit beschäftigt», sagt Mimmo. Auch am Morgen der Street Parade selbst müsse er sehr früh raus, um das Lovemobile von den Organisatoren abnehmen zu lassen. «Die Sicherheitsvorkehrungen wurden weiter verstärkt», meint Mimmo. Es liegen noch einige lange und anstrengende Tage vor ihm. «Ich bin allerdings sicher, dass sich die aufwändige Vorbereitung lohnen wird, und freue mich sehr darauf, gemeinsam mit Freunden einen unvergesslichen Tag zu erleben.»

Für Momente wie diesen an der Streetparade 2016 nimmt Cosimo «Mimmo» Mele (o. r.) die aufwändige Organisation gerne auf sich.

Bild: Marco Vara

Der Blick aus dem Lovemobile: Feierbegeisterte so weit das Auge reicht.

Bild: Marco Vara

Mimmo (m.) auf dem Lovemobile 2016 mit seinem langjährigen DJ-Freund Steven Stone (r.), der auch 2017 wieder dabei sein wird.

Bild: Marco Vara

Mit seinem Lovemobile möchte Mimmo den treuen Nachtschwärmern wieder etwas zurückgeben.

Bild: Marco Vara

Der Aufbau des Lovemobiles von 2016. Gemäss Mimmo komme im 2017 ein völlig neuer Anhängerüberbau zum Einsatz. Mimmo, der vor Jahren Grafikdesign studiert hat, konnte bei der Neugestaltung wiederum seine Kreativität einbringen.

Bild: Cosimo Mele

Das startbereite Lovemobile des letzten Jahres. «Ich bin schon seit Jahren Kunde bei der AXA, deshalb war es für mich keine Frage, dass ich den Anhängerüberbau auch über die AXA versichern lasse», sagt Mimmo.

Bild: Cosimo Mele

Cosimo «Mimmo» Mele produziert in seinem Studio selber elektronische Musik und bringt sie auf den beiden eigenen Labels «Deep Deluxe» und «Keller Room» heraus. «Ich kann zwar keine Noten lesen, aber ich habe zwei gesunde Ohren», lacht Mimmo.

Bild: AXA Winterthur

Mimmo (r.) in seinem Element als DJ – hier bei der Taufe seines neuen Labels «Keller Room» im Juni 2017 im Zürcher Club Supermarket, zusammen mit dem weiblichen DJ-Duo Anëk.

Bild: Rafael dos Santos

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