Menschen

Winterthur – Addis Abeba, retour

Henoch Yoseph leiht den neuen Stelleninseraten der AXA sein Gesicht. Man trifft ihn jedoch nicht nur in Winterthur, sondern auch in seiner zweiten Heimat Äthiopien.

Zwischen Winterthur und der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba liegen über 5000 Kilometer Luftlinie – eine grosse Distanz, die AXA Mitarbeiter Henoch Yoseph dennoch regelmässig zurücklegt. Denn jeweils ein bis zweimal pro Jahr fährt der IT-Experte nach Äthiopien, um dort seiner Mutter im Kinderheim zu helfen, das diese vor fast 30 Jahren gegründet hat. Henoch Yoseph lebte selbst bis zu seinem 16. Lebensjahr in diesem Kinderdorf, seine Familiengeschichte ist denn auch etwas komplizierter als andere. «Meine Mutter wurde als Kind von einer Schweizer Familie adoptiert und wuchs in Pfungen auf. Kurz vor meiner Geburt gründete sie das Hilfswerk Selam in Addis Abeba. Zusammen mit meiner Familie verbrachte ich meine Kindheit in diesem Kinderheim; eine sehr schöne Kindheit, denn ich hatte zu Hause so viele Kameradinnen und Kameraden wie kaum jemand», erzählt er.

Das halbe Leben in der Schweiz
Henoch Yosephs Verbindung zur Schweiz war indes immer schon eng. «Als Kind war ich regelmässig in der Schweiz zu Besuch», erzählt der 31-Jährige, der mit seiner Mutter Deutsch gesprochen hat und in Äthiopien eine deutsche Schule besuchte. «Als Teenager zog ich dann mit meinen Geschwistern in die Schweiz, denn die Ausbildungsmöglichkeiten hier sind viel besser als in Äthiopien.» Henoch lebte bei einer befreundeten Familie in Elsau, besuchte dort die Oberstufe sowie die weiterführenden Schulen. Seine Mutter blieb derweil in Äthiopien und leitete das Kinderheim.
Inzwischen lebt Henoch Yoseph bereits sein halbes Leben in der Schweiz und bezeichnet sich selbst als Schweizer Staatsbürger mit äthiopischen Wurzeln, wobei er schmunzelnd anfügt: «In der Schweiz bin ich der Äthiopier und in Äthiopien der Schweizer».

Vielfältige AXA
Bei der AXA arbeitet der Wirtschaftsinformatiker seit acht Jahren. «Durch eine befristete Anstellung bin ich zur AXA gekommen, wobei mir die Offenheit und die Dynamik im Unternehmen ausgesprochen gut gefielen und für mich klar war, dass ich bleiben möchte. Ich hatte Glück und kurz darauf eine Festanstellung bekommen», erzählt Henoch Yoseph. In seiner derzeitigen Funktion als UC Engineer ist er in technischer Hinsicht für die Einführung der Applikation «Skype for Business» zuständig. Eine spannende und vielfältige Aufgabe, wie Henoch Yoseph erklärt. Als vielfältig nimmt er jedoch nicht nur seine Arbeit, sondern auch die AXA wahr. «Viele meiner Kollegen haben wie ich einen multikulturellen Hintergrund. Diese Vielfalt ist für mich extrem bereichernd, da dadurch verschiedene Perspektiven zusammenkommen.»

Nächste Reise bereits geplant
Als der Hobby-Jasser vor einigen Monaten die Anfrage erhielt, ob er den neuen Stelleninseraten sein Gesicht verleihen mag, musste Henoch Yoseph nicht lange überlegen:« Die AXA Winterthur ist eine tolle und moderne Arbeitgeberin. Ich arbeite sehr gerne hier und trage dies auch gerne nach aussen». Die Flexibilität der AXA ermöglicht es ihm, jeweils länger abwesend zu sein.

Selam
Das Hilfswerk «Selam» hat 1986 Zahai Röschli, die Mutter von Henoch Yoseph, gegründet. Seither ist das Kinderheim stetig gewachsen, inzwischen leben rund 400 Kinder dort.

 «Meine Äthiopien-Aufenthalte sind jeweils durch Ferien und Kompensation von Überstunden möglich. Meine Aufgaben werden während meiner Abwesenheit auf die anderen vier Teammitglieder aufgeteilt», erzählt Henoch Yoseph, der voraussichtlich im September erneut die 5000 Kilometer nach Äthiopien zurücklegen wird.

 

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